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Unsere Sicht der Dinge: November 2018

Im Consilia Blog gibt die Fontaris AG regelmässig einen Ausblick auf die wichtigsten Entwicklungen des kommenden Monats. Dabei erläutert sie die eigene Sichtweise auf die Geschehnisse in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Finanzen.

 

Politik

Die Zwischenwahlen in den USA führten zu einem Umschwung im Repräsentantenhaus, wo nun die Demokraten die Mehrheit haben. Der Senat bleibt in republikanischer Hand. Donald Trump wird mit dieser Ausgangslage etwas zurückgebunden. Für die Finanzmärkte wird kurzfristig die Entwicklung des Verhältnisses der USA zu China von Bedeutung sein. In Deutschland hat die Nachfolgeregelung bei der CDU Einfluss auf ihren zukünftigen Erfolg. Eine Kontrastfigur zu Angela Merkel ist unumgänglich.

Währungen

Der US-Dollar konnte sich von seiner Schwäche im September deutlich erholen. Im Protokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank wurden im Hinblick auf die aktuelle robuste Wirtschaftsentwicklung für 2019 drei Zinsschritte in Aussicht gestellt. Dies gibt dem USD vorderhand eine Stütze. Nebst dem Budgetstreit mit Italien sprechen auch Schwächezeichen in der deutschen Wirtschaft nicht für eine Erstarkung des Euro. Wir bevorzugen deshalb nach wie vor den USD gegenüber dem EUR.

Wirtschaft

Die Weltwirtschaft wächst aktuell weniger synchron als dies noch Anfang des Jahres der Fall war. In den USA betrug das Wachstum im dritten Quartal 3.5%, in der Eurozone betrug der Zuwachs noch 1.7%. In China liegt die Wachstumsrate zwar noch bei 6.5%, dies ist jedoch der tiefste Wert seit der Finanzkrise 2009. Der Trend bei den Frühindikatoren zeigt nach wie vor ein positives Niveau, Abschwächungstendenzen sind jedoch trotzdem klar zu erkennen. Die weltweiten Aktienmärkte antizipieren dies bereits.

Obligationen/Zinsen

Obligationen profitierten in den letzten Wochen von der Korrektur an den Aktienmärkten. In Europa sind die Zinsen am langen Ende unverändert geblieben oder gar leicht gesunken, währenddem sie in den USA weiter gestiegen sind. Sollte die EZB Ende Jahr die Anleihenkäufe stoppen, ist mit einem leichten Anstieg der Kapitalmarktzinsen in der Eurozone zu rechnen. Ungemütlich bleibt der hohe Zinsaufschlag italienischer Staatsanleihen. Wir erachten einzig solide USD-Obligationen mittlerer Laufzeiten als attraktiv.

Gold

Die erhöhte Volatilität an den Aktienmärkten hat den Goldpreis zumindest aufgeweckt. Im Oktober konnte in CHF gerechnet eine deutlich positive Performance erzielt werden. Sollten die Realzinsen in den USA weiter steigen, wird dies den Aufwärtsdrang des Goldpreises wieder dämpfen. Immerhin hat das Gold im Oktober seine Funktion als Krisenwährung erfüllt und im Portfoliokontext zur Stabilisierung beigetragen. Wir empfehlen physische Goldpositionen im Sinne einer Krisenversicherung zu halten.

Monetäres Umfeld/Inflation

Die Inflation bleibt sowohl in den USA als auch im Euroraum unter Kontrolle. Die EZB hat ihr Anleihenkaufprogramm von 30 Mrd. EUR pro Monat auf 15 Mrd. EUR pro Monat zurückgefahren und gedenkt, dieses per Jahresende ganz zu stoppen. In Anbetracht der schwächelnden Konjunktur in der Eurozone ist jedoch auch dies nicht in Stein gemeisselt. In der Schweiz beträgt die aktuelle Inflationsrate immerhin 1.1%. Damit findet die leidige Vermögensumverteilung von den Sparern zu den Schuldnern ihren Fortgang.

Aktieninvestoren…

Der Oktober hat seinem Ruf als gefährlichem Aktienmonat wieder einmal alle Ehre erwiesen. Zyklische Werte wie die Halbleiterindustrie brachen teilweise regelrecht ein. Die Unsicherheit, ob sich die USA und China im Handelsstreit einigen können, führte zu einer Verlangsamung der Investitionen. Die publizierten Drittquartalszahlen übertrafen zwar in den USA mehrheitlich die Erwartungen, doch äusserten sich viele Firmen vorsichtig über die Zukunft. Diese Unsicherheiten führten zu einer Branchenrotation…

…brauchen starke Nerven

…hin zu defensiveren Aktien der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie. Nach den Zwischenwahlen in den USA und dem Auslaufen der Bilanzpublikationen erwarten wir eine Beruhigung an den Aktienmärkten. Als Katalysator einer Kurserholung könnten sich Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China erweisen. Donald Trump hat diesbezüglich bereits positive Signale von sich gegeben. Wir empfehlen selektive Zukäufe bei stark unter die Räder geratenen Schweizer Qualitätsaktien.

Asset Allocation

Im Aktienbereich erhöhen wir die Quote bei den Schweizer Aktien von einem leichten Untergewicht auf neutral. Wir erwarten, dass sich die Aktienmärkte nach den starken Oktoberturbulenzen wieder etwas erholen werden. Saisonale Effekte sowie die Unsicherheit betreffend der Zwischenwahlen in den USA sowie eine von uns erwartete Annäherung zwischen China und den USA stimmen uns etwas zuversichtlicher. Insgesamt sind wir nun bei Aktien leicht übergewichtet. Obligationen bleiben untergewichtet.

So bauen wir morgen

Digitalisierung und Nachhaltigkeit – zwei treibende Kräfte, die Städteplaner, Bauingenieure und Architekten gleichermassen beschäftigen. In diesem Beitrag berichtet uns die Firma ar3 architekten ag, welche neuen Produkte und Trends sie in ihren aktuellen Projekten aufgreift.   Holz als traditioneller Baustoff, Zum Artikel