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TOMORROWLAND: DIE ZUKUNFT DER ARBEIT

Digitalisierung, Automatisierung und Virtualisierung – die Buzzwords des Arbeitsmarkts von morgen geistern schon heute durch die Medien und Köpfe der Menschen. Was dabei oft untergeht: Der einschneidende Wandel verändert auch die Sicht darauf, wie wir Arbeit sehen und welche neuen Perspektiven sich dadurch eröffnen.

«Kann eine Maschine mich ersetzen?» Immer mehr Arbeitnehmer können diese Frage nicht mehr vehement verneinen. Laut aktuellen Schätzungen werden Gross- und Einzelhandel, der Finanzbereich und die Industrie besonders hart von Digitalisierung und Co. getroffen. Gerade für letztere Branche ist dies keine neue Erfahrung: Arbeitete in den 1950er-Jahren noch die Hälfte aller Erwerbstätigen hierzulande in der Industrie, beträgt der Anteil gegenwärtig nur etwa ein Viertel. Im Einzelhandel verläuft der Vollzug von Analog zu Digital in der Schweiz dagegen langsamer, als in anderen Ländern. Der Online-Anteil beträgt nur 8%, im Vergleich zu 15% in Deutschland oder gar 18% in Grossbritannien. Doch selbst mit angezogener Handbremse werden die Auswirkungen auch hier ankommen.

Von AR, Clickworkern und anderen Fremdwörtern

Interessante Ergebnisse zum Thema erbrachte die umfassende Studie «Zukunft der Arbeit» von Eycom. Unter den befragten Beschäftigten schätzten 77% ihren eigenen Beruf als zukunftssicher ein, nur 49% bezeichneten sich jedoch selbst als gut auf die Zukunft vorbereitet. In diesem Sinn wenig überraschend: nur eine Minderheit kennt die Bedeutung von Begriffen wie Co-Creation, Clickworking oder Crowdsourcing, die Experten als richtungsweisend für den Arbeitsmarkt von morgen angeben.

Dabei nehmen Gig Economy, und bereits genannte Clickworker und Crowdsourcer – allesamt Bezeichnungen für die Vergabe oder Annahme kleiner, kurzfristiger Jobs – eine zentrale Rolle ein. Besonders Freelancern eröffnet das mehr Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung und Planung. Zugleich wird dadurch auch eine Anpassung des sozialen Netzes, des Arbeitsrechts und der Altersvorsorge notwendig.

Probleme lösen, Chancen nutzen

Aus jedem Wandel entsteht Neues, das gilt auch für den Arbeitsmarkt. Untersuchungen zufolge werden bis 2030 zwar schweizweit etwa eine Million Stellen wegfallen. Jedoch besteht im gleichen Zeitraum das Potenzial für ebenso viele neue Jobs. Zum Beispiel in den Bereichen Hard- und Software, die federführend in der Entwicklung und Umsetzung der neuen Techniken sind. Und indirekt auch in anderen Branchen, da die neuen Errungenschaften zu höherer Produktivität und mehr Einkommen führen.

«Für die Finanzbranche ist die grösste Herausforderung der Digitalisierung die Anpassung an neue Gesetze. Besonders Europa und die allfällige automatische Übernahme europäischer Gesetze führt zu einem sehr grossen Schub in der Digitalisierung.” (Fontaris AG)

Das verlangt von Arbeitnehmern und Arbeitgebern den Willen zur kontinuierlichen Reflexion und Veränderung. Auf beiden Seiten erfordert das ein Maximum an Flexibilität: räumlich, zeitlich und inhaltlich. Das kann im ersten Moment einschüchtern, hat aber zweifellos etwas Befreiendes. Regelmässige Weiterbildungen für relevante Skills werden an Bedeutung zunehmen. Begünstigt durch neue Technologien wie Augmented Reality wird es noch mehr zur Norm, in unterschiedliche Branchen und Berufsbilder hineinzuschnuppern. Wandelbare Spezialisten prägen die zukünftige Arbeitswelt.

Lesen Sie die vollständigen Ergebnisse der Erhebung hier.