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Coronavirus setzt Aktienmärkten zu

Die Ausbreitung des Corona-Virus veranlasst die Behörden weltweit zu immer drastischeren Massnahmen. Das durch Präsident Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus dem Schengen Raum bis Ende April, versetzte die Aktienmärkte vollends in Panik. Fontaris erklärt, was Anleger nun tun sollten.

Die gestrigen Tagesverluste an den Aktienmärkten gehörten zu den historisch grössten Tageseinbrüchen. Je nach Index liegen die wichtigsten Barometer rund 20% – 30% unter dem Stand von Anfang 2020 und löschten die Performance der letzten drei bis vier Jahre aus.

Gemäss Aussagen des Bundesamts für Gesundheit könnte es Mai werden, bis sich eine Trendwende bei den Ansteckungsraten abzeichnet. Diese Schätzung stützt sich auf die Beobachtungen über den Verlauf in China. Italien ist nach wie vor der Hot-Spot der Epidemie in Europa. Offiziell leben in Italien rund 320‘0000 Chinesen, welche in Norditalien Kleider, Taschen und Schuhe zu günstigen Preisen produzieren. Leider hat Italien Ende Januar nur die direkten Flugverbindungen nach China unterbrochen, jedoch nicht die Einreise durch Umsteigeflüge verhindert. Dies dürfte die Erklärung für die auffällig hohen Erkrankungen in unserem südlichen Nachbarland sein.

Was ist aus Anlegersicht zu tun? Eine kurzfristige rasche Erholung ist in Anbetracht der Zeitachse, welche sich durch den Verlauf der Pandemie ergibt, nicht zu erwarten. Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm und werden zu etlichen Firmenkonkursen und Verwerfungen an den Kreditmärkten führen. Man muss sich deshalb bewusst sein, dass Zukäufe im Aktienbereich, welche heute getätigt werden Geduld erfordern, bis sich ein Erfolg einstellt. Zur Liquidität sollte grundsätzlich nach wie vor Sorge getragen werden. Die Verluste auf den in den Portfolios gehaltenen Positionen tun weh. Es gilt aber zu beachten, dass es sich um Buchverluste handelt. Diese können sich beim Abebben der Krise auch wieder rasch verkleinern.

Fazit: Von Panikverkäufen raten wir ab, da es erfahrungsgemäss schwierig wird, die realisierten Verluste wieder aufzuholen. Ein Wiedereinstieg zum richtigen Zeitpunkt gelingt selten. Positionen sollten deshalb gehalten werden. Zukäufe erfordern andererseits Geduld und starke Nerven, da kurzfristig kaum mit raschen Erfolgen zu rechnen ist. ETF’s oder qualitativ gute Blue Chips (z.B. Schweizer Pharmawerte) eignen sich für Zukäufe am besten.